Auf die Frage: Ist die Unfallversicherung besser oder doch eher die  Berufsunfähigkeitsversicherung, sollte nicht zu schnell geantwortet werden.

Sicher, die Voraussetzungen, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet sind oft schneller erreicht. Aber, eine Versicherung muss bedarfsgerecht sein. Will sagen, du musst dich fragen, was du versichern willst!

Aus diesem Grund, gilt hier wie sooft die Experten-Aussage: Es kommt darauf an!

 

Nützt dir eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Unfallversicherung?

Um zu entscheiden, ob du eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Unfallversicherung abschließen sollst, ist es erst einmal wichtig zu wissen, was du absichern willst.

Für die Absicherung deiner monatlichen fixen und immer wiederkehrenden Ausgaben und die Absicherung deines Konsums, solltest du eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.

Die Begründung lautet wie folgt:

Nur die Berufsunfähigkeitsversicherung hat einen unmittelbaren Bezug zu deiner Arbeit/ Beruf. Du bekommst aus der Berufsunfähigkeitsversicherung Geld, wenn du nur noch zur Hälfte arbeiten kannst. Und wenn du die Berufsunfähigkeitsversicherung richtig abgeschlossen hast, dann erhältst du dein volles Netto-Einkommen. Eine Unfallversicherung hat zu deinem Job keinen Bezug. Und es macht auch überhaupt keinen Sinn, dass du deine Ausgaben und deinem Konsum absicherst für den Fall, dass du einen Unfall hast, aber nicht für den Fall, dass du wegen einer Krankheit nicht mehr arbeiten kannst.

Die Unfallversicherung leistet logischerweise nur, wenn du einen Unfall hattest. Die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet, wenn du wegen Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall nur noch zur Hälfte arbeiten kannst.

 

Dein Einkommen sichert nur die Berufsunfähigkeitsversicherung ab

Bei der Absicherung der laufenden Ausgaben stellt sich nicht die Frage, ob Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung. Nur die Berufsunfähigkeitsversicherung kann das sinnvoll abdecken. Sollte das jedoch zu teuer sein, gibt es noch die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die Grundfähigkeitsversicherung oder die Multi-Risk-Versicherung. Alle diese Arten von Versicherungen sind immer noch besser, als die Unfallversicherung für den Zweck der Einkommensabsicherung zu nutzen.

 

Wann gewinnt denn nun die Unfallversicherung?

Wenn Du die finanziellen Folgen eines Unfalls absichern möchtest, macht die Unfallversicherung mehr Sinn. Ein Haus behindertengerecht herzurichten, kann schon mal so viel kosten, wie das Haus ursprünglich gekostet hat. Oder wenn du bisher zur Miete in der Stadt gewohnt habe und das Haus nicht umgebaut werden darf. Dann musst du dir ein Haus bauen. Vielleicht musst du auch dein Auto umrüsten. Oder Du brauchst einen Blindenhund. Die Kosten hierfür liegen bei 20.000€ bis 40.000€ und werden nicht in jedem Fall von der Krankenkasse übernommen.

All das kostet zusätzliches Geld. Diese Ausgaben sind aus der Berufsunfähigkeitsrente nicht zu stemmen. Daher ist es gut, aus einer Unfallversicherung auf einmal einen großen Haufen Geld zu bekommen. Damit lassen sich Handwerker auch besser bezahlen als mit monatlichen Raten.

Auch die mögliche Unfallrente hilft hier nicht so richtig. Und ich kann mich nur nochmal wiederholen, mir fällt kein Grund ein, warum du nach einem Unfall höhere regelmäßige Einnahmen bräuchtest als nach einer schweren Krankheit.

 

Überraschung: Es kommt drauf an, wann die Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung besser ist.

Unterm Strich lässt sich nur sagen, dass beides sinnvoll ist. Idealerweise solltest du auch beides haben. Denn das eine deckt die zusätzlichen Kosten nach einem schweren Unfall, während dir das andere durch regelmäßige Einnahmen meinen Lebensunterhalt sichert. Und hier gibt es noch mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung 🙂