previous arrow
next arrow
Slider

Wenn es um das Thema Altersvorsorge geht, spalten sich die Beraterlager in drei Gruppen auf.  Und jedes dieser Lager beansprucht für sich, dass ihr Produkt bzw. ihr Konzept, das einzig Wahre ist. Wie sieht das Thema Altersvorsorge aber unter praxisnahen Gesichtspunkten aus? Wie sieht das denn aus, wenn wir mal die ältere Generation genau beleuchten? Wenn wir mal nicht nur auf dem Papier die Kosten und die Rendite vergleichen? Ich bin sicher, unter diesen Gesichtspunkten hast du das noch nicht betrachtet.

 

  • Fragst du einen Immobilienmakler nach der passenden Altersvorsorge, wird seine Antwort lauten, das Betongold, also Immobilien, die einzige richtige Altersvorsorge ist. Da fallen dann Argumente wie Wertsteigerung, Inflationsschutz und regelmäßige Einnahmen.
  • Ein Wertpapierspezialist wird dir Aktien, ETF und Investmentfonds als die ultimative Altersvorsorge schmackhaft machen. Seine Argumente werden hohe Renditen, Flexibilität, Inflationsschutz, Risikostreuung und geringe Kosten sein.
  • Der Versicherungsmakler bringt die Argumente , Absicherung, Leibrente, Hinterbliebenenschutz, Garantie ins Feld.
  • Genauso wie es der Spezialist für Edelmetalle auch tun wird. Gold gibt es viel länger als alles andre. Gold hat alle Währungsreformen überdauert. Golf ist sicher vor Inflation. Gold ist begrenzt usw.

Alle diese Berater können nicht objektiv sein, da sie ja nur eine Produktsparte abdecken. Und warum soll ich als Immobilienmakler zu dir sagen, deine Altersvorsorge machst du am besten mit Gold und Versicherungen. Das wird keiner tun. Warum sollte er auch? Alle die, die nur eines dieser Produkte anbieten können, sind in meinen Augen nicht objektiv.

Wer auf YouTube nach diesem Thema sucht, wird nur Argumente wie oben aufgeführt hören. Die ins Feld geführten Argumente sind grundsätzlich alle stimmig und nicht von der Hand zu weisen. Du baust dir ein stattliches Depot auf und machst dir im Rentenalter einen Auszahlplan als mtl. Rente und alles ist gut. Du kaufst dir einige Immobilien und lebst im Rentenalter von den Mieteinnahmen.


Jetzt meine Fragen?

  • Bin ich als älterer Mensch zu jeder Zeit in der Lage, mein Depot zu pflegen?
  • Bin ich als älterer Mensch ständig in der Lage, mich um die Immobilien zu kümmern?

Je älter ich werde, umso höher steigt das Risiko einer Erkrankung, die es mir nicht mehr ermöglicht, dies alles zu tun.

  • Was tust du denn, wenn das Gehirn nachlässt?
  • Willst du mit 80 noch jeden Morgen Börsennews lesen, um dein Depot strategisch zu optimieren?
  • Will ich mich dann noch darum kümmern, dass das Haus instand ist, mich mit den Sorgen und Problemen der Mieter herumärgern?

Nein, darauf wirst du wahrscheinlich keine Lust haben bzw. dazu wirst unter Umständen nicht in der Lage sein. Wie viele ältere Menschen kennst du, die nach dem Börsencrash im März völlig cool waren und keine Sorge um ihre Altersvorsorge hatten? In der Theorie ist das alles gut und schön, wenn die Kosten gering sind, wenn du flexibel im Rentenalter bist.

Das ist aber eben nur Theorie. Die Praxis sieht ganz anders aus. Weiter unten kannst du noch lesen, warum größtmögliche Flexibilität gar nicht so gut ist.


Ich verstehe Altersvorsorge völlig anders. Altersvorsorge heißt für mich:

Ich bekomme, egal was passiert, egal wie krank ich bin, egal ob durch einen Börsencrash mein Depot dunkelrot ist, eine monatliche Rente gezahlt, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Also so viel Geld, wie ich benötige, um alles was fix ist, bezahlen zu können. Miete, Strom, Gas, Essen Trinken, Versicherungen, Tanken, Arztrechnungen usw.. Und zwar auch dann, wenn ich länger im Krankenhaus liege, wenn die Börse gecrasht ist. Und das geht nur über Leibrenten!

Zack, das hat gesessen!

Du brauchst eine garantierte Rente, die in allen Lebenslagen bis zum letzten Atemzug monatlich zur Verfügung steht. Und das geht aktuell nur über Versicherungen!

Du hast im privaten Bereich die Möglichkeit auf die Produkte Riester Rente, Basis Rente und Betriebliche Altersvorsorge zurückzugreifen. Von Gesetzes Seite nutzt du die Gesetzliche Rentenversicherung. Klar, die Gesetzliche Rentenversicherung hat aktuell das Problem, dass den Rentnern zu wenig Beitragszahler gegenüberstehen. Daran muss gearbeitet werden, keine Frage. Deshalb solltest du auch privat vorsorgen. Aber du bekommst auch aus der Riester Rente, der Rürup Rente (Basis Rente), der Betrieblichen Altersvorsorge und der gesetzlichen Rentenversicherung eine lebenslange Rente gezahlt. Diese Kombination aus den Versicherungen, wie immer sie auch im Einzelnen aussehen wird, sollte dir so viel Rente garantieren, dass du dein gesamtes Rentnerleben finanzieren kannst.

Keiner kommt auf die Idee, seine Berufsunfähigkeit über Aktien, Immobilien oder Gold abzusichern. Bei der Rente wird aber immer diskutiert.

 

 

 

Ein weiteres praxisnahes Problem:

Ich mach den Job jetzt schon über 20 Jahre und weiß, wovon ich hier schreibe, da ich es zu oft erlebt habe:

Was ist denn, wenn die Kinder oder Enkel sagen, Papa Mama bzw. Oma, Opa, wir brauchen noch 20.000 oder 30.000 Euro Eigenkapital für unsere Hausfinanzierung. Natürlich gehst du dann an dein Depot oder verkaufst Gold. Das ist dein „eigen Fleisch und Blut“. Das ist doch absolut nachvollziehbar. Dann crasht die Börse und der 2.000 € Auszahlplan gerät ins Wanken. Na ja, wir haben ja unser Leben gelebt. Unseren Kindern soll es mal besser gehen. Das kann doch nicht die Lösung sein!

Deshalb bin ich felsenfest von folgender Lösung, überzeugt:

Das was Oma und Opa benötigen, um alles bis zum letzten Tag bezahlen zu können, muss über Leibrenten sichergestellt werden. Leibrenten bieten nur Versicherungsprodukte wie gesetzliche Rentenversicherung, Riester Rente, Basis Rente und Betriebliche Altersvorsorge.

Die Weltreise, die Finca auf Mallorca, der schnittige Roadster für Opa, die neue Küche für Oma, alles das ein gern über Wertpapiere, Immobilien und Edelmetalle. Das kann dann jeder nach seinem Gusto und seiner Risikobereitschaft sicherstellen. Dann kann auch die finanzielle Hilfe für die Hausfinanzierung der Kinder, das Auto fürs Enkelkind gezahlt werden, ohne dass man sich selbst einschränken muss.

Es mir bewusst, dass Eltern ihren Kindern und Großeltern ihren Enkeln gern unter die Arme greifen. Das ist auch eine Art von Familienzusammenhalt. Aber doch bitte nicht zulasten der eigenen Lebensqualität.

Es muss sichergestellt sein, dass jeden Monat Geld fließt. Jeden Monat! Egal wie krank und oder vielleicht dement Oma und Opa sind.

Wenn Opa sich immer uns Depot gekümmert hat und zuerst stirbt, was macht die Oma dann, wenn sie keine Ahnung davon hat? Sie will sich dann sicher nicht sich um Aktien oder Immobilien kümmern. Nein, Sie benötigt eine Hinterbliebenenversorgung! Eine garantierte Hinterbliebenenversorgung in Form von Leibrenten geht nicht über Immobilien, Aktien oder Gold.

Da lass ich auch nicht mit mir diskutieren. Das meine ich mit Theorie und Praxis.

Klar kann ich in einem Depot mit richtiger Pflege eine höhere Rendite erzielen, das weiß ich auch. Aber darum geht es nicht. Basisversorgung, es geht um eine Basisversorgung. Es geht um ein regelmäßiges garantiertes Einkommen, genauso wie im Arbeitsleben.

Bau doch mal ein Aktiendepot auf, aus dem du auch in der Corona-Krise mal eben locker jeden Monat 2.000 herausholen kannst und die Rechnung geht dennoch auf. Lass das niedrige Kursniveau mal 2 bis 3 Jahre andauern. Dann hast du mal eben zum schlechtesten Zeitpunkt 48.000 bis 72.000 Euro rausgeholt. Und dass, obwohl dein Depot einen Kursverlust von 50.000 oder 100.000 Euro hinnehmen musste. Kannst du dann noch sicherstellen, dass mit 100.000 Euro weniger im Depot der Plan der lebenslangen Rente noch aufgeht?

Warum nicht fondsgebundenen Versicherungsprodukte zur privaten Altersvorsorge nehmen. Damit kombinierst du Wertpapiere mit Leibrenten. Schon mal über diese Möglichkeit nachgedacht bzw. davon gehört?

 

Bist du anderer Meinung oder siehst du das genauso? Wie sieht dein Plan zur Altersvorsorge aus?

Lass uns gern diskutieren!