Brauchst Du eine Drohnenversicherung?

Auch als Hobbypilot bist Du nach § 43 Abs. 2 Luftverkehrsgesetz (LuftVG) verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung für Deine privat genutzten Flugmodelle zu haben.

Aber auch gewerbliche Drohnen Nutzer brauchen eine Drohnenhaftpflichtversicherung.

Nur Bund und Ländern sind von Pflicht einen Drohnenhaftpflichtversicherung zu besitzen ausgenommen.

Eine Haftpflichtversicherung für Drohnen schützt Schadensersatzansprüchen Dritter die Deine Drohne verursacht hat.

In welchen Bereichen kannst Du haftbar gemacht werden?

Deine Drohe beschädigt Hab- und Gute fremder Personen
Deine Drohne verletzt andere Menschen
Du filmst mit Deiner Drohne und verletzt die Persönlichkeitsrechte anderer Menschen
Du fliegst mit deiner Drohne in Flugverbotszonen

Achtung: Die Drohnen-Versicherungen greifen in der Regel nicht bei der Verletzung von Persönlichkeits-, Namens- oder Urheberrechten, gewerblichen Schutzrechten, Datenschutzrechten sowie Eigentumsrechtsverletzungen ohne Sachbeschädigung.

Ebenso sind vorsätzlich verursachte Schäden sowie Schäden an der Drohne selbst oder ihrem Zubehör bei Haftpflichtversicherungen ausgeschlossen.

Die Vorgeschriebene Versicherungssummen sind gewichstabhängig. Es geht los bei Drohnen bis 500 Gramm und geht bis ab 500.000 kg.

Die Deckungssumme sollte mindestens 1 Million Euro oder gegebenenfalls sogar 1,5 Mio Euro betragen, um den gesetzlichen Ansprüchen zu genügen.

Fakt: eine Versicherungsbestätigung mit oben genannten Inhalten ist bei jedem Flug mitzuführen.

Es ist wichtig, dass die abzuschließende Drohnen-Haftpflichtversicherung auch die Gefährdungshaftung abdeckt – nicht bloß die reine Verschuldenshaftung oder die Haftung aus vermutetem Verschulden.

Definition:

Bei der Gefährdungshaftung muß auch dann gehaftet werden, wenn man am Schaden keine eigene Schuld trägt. Es genügt die Tatsache, dass die vorgenommenen Handlungen eine außergewöhnliche Gefährdung für die Umgebung bedeuten. (Beispiel: die Drohne stürzt aus einem technischen Defekt ab, den der Pilot nicht zu verschulden hat und auch im legalen Rahmen geflogen ist. Für den entstandenen Schaden (zum Beispiel beim Sturz auf ein Auto) muss der Halter trotzdem haften, obwohl er am Schaden nicht schuld ist.

Kennzeichnungspflicht: jede Drohne ab 250 Gramm muss mit einem Drohnen-Kennzeichen ausgestattet sein!

Die Versicherungspflicht schützt in erster Linie – und das vergessen viele Drohnen Besitzer und Versicherungsnehmer – den Drohnen Piloten selbst. Sollte es nämlich wirklich mal zu einem Zwischenfall kommen, mit dem nicht nur Sachschäden, sondern auch Personenschäden verbunden sind, kann es sich schnell um Schadenssummen und Schadensersatzansprüche handeln, die den 5- oder gar 6-stelligen Bereich überschreiten.

Wo bekommst Du die her: Prüfe ob sie in Deiner Privathaftpflicht enthalten ist.

Sobald die Drohne ein gewisses Gewicht überschreitet und oder Du eine behördliche Erlaubnis für die Drohne benötigst, musst Du eine eigenständige Luftfahrhaftpflichtversicherung abschließen.

Die Message lautet: Auch wenn die Wahrscheinlichkeit kontrolliert zu werden nicht so hoch ist, solltest Du auf jeden Fall so eine Drohnenhaftpflichtversicherung machen!

Für den klassischen Drohnen-Privat-Anwender beläuft sich eine Prämie analog der einer Mofa/Roller Versicherung. Rechne mit 30 bis 80€ pro Jahr.