Falls du bei der Überschrift noch nicht sofort das Thema dieses BLOG Beitrages durchschaut hast, geht es dir wahrscheinlich wie vielen,  anderen Menschen. Woher ich das weiss? Nun, wenn alle den Sentiment Indicator für Privatanleger kennen würden, würden sie nicht so handeln, wie sie handeln. Also, es geht in diesem Beitrag um Investment, um Geldanlage, um Investieren an der Börse und Möglichkeiten, wie du vom Sentiment Indicator für Privatanleger profitieren kannst.

Der Begriff Indikator (von lateinisch indicare „anzeigen“) steht für: Hinweis, Anzeichen oder Anzeiger als Hilfe zu einer neuen Erkenntnis. Was du am Ende mit dieser Erkenntnis anstellst, liegt in deiner Hand.

Indikatoren gibt es in vielen Bereichen, nicht nur an der Börse. Eventuell hast den einen oder anderen der folgenden Indikatoren schon mal gehört: Bioindikator, Wohlstandsindikator, Umweltindikator, Indikatior – Linguistik; Indikator Sozialwissenschaften, volkswirtschaftlicher Indikator

Selbst an der Börse gibt es nicht nur den Sentiment Indicator für Privatanleger.

Die meisten Indikatoren an den Börsen haben eines gemeinsam: Sie stellten lediglich eine andere Abbildung des Kursverlaufs dar. Auf diverse Arten wird bei einem Indikator der Kurs als Ausgangsbasis genommen und lediglich „verrechnet“. So ausgedrückt scheint es waghalsig, ja sogar törricht anzunehmen, dass mit Indikatoren die Zukunft vorhergesagt werden könne? Denn es muss sich ja erst der Kurs verändern, um Reaktionen in Indikatoren hervorzurufen.

Das ist wohl wahr, ob darin die Ursache für das teilweise klägliche Abschneiden der klassischen Indikatoren in der Realität liegen mag, sei mal dahin gestellt. Sie sind und bleiben nur eine andere Sichtweisen auf den Kursverlauf der Vergangenheit.

Und das bringt uns zu den Sentimentindikatoren. Ein Sentimentindikator bezieht seine sämtliche Daten aus dem Kursverlauf.

bei Wikipedia ist zu lesen: Unter Sentiment versteht man die Summe der Stimmungen der einzelnen Akteure eines Markts, also die allgemeine Marktstimmung.“

Was hat das nu alles mit dir zu tun? Eigentlich nichts und sehr viel. Du musst noch wenig durchhalten. Glaub mir, es lohnt sich!

Lass uns mit einem SendimentIndikator beginnen, den für viele greifbar ist, von dem die Masse von uns in irgendeiner Art gehört, ihn erlebt oder ihn mitbekommen hat. Ich nenne es das Angsthasensentiment. Das ist jetzt kein Begriff, bei dem Google eine exakte Definition ausspuckt. Du kannst diesen Indikator selbst in deinen persönlichen Umfeld ausprobieren. Du suchst dir den pessimistischsten Menschen, den grössten Börsengegner den Du kennst. Sobald diese Person anfängt, darüber nachzudenken Aktien oder ähnliche Wertpapiere kaufen zu wollen, solltest du schon mal die Verkaufsorder für dein Investment vorbereiten.

Hast du folgende zwei Weisheiten schon mal gehört:

„Wenn sich die Taxifahrer in New York über Aktien unterhalten und einen Tipp nach dem anderen weitergeben, sollte man schnell das Weite suchen.“
„Wenn die Bildzeitung anfängt Aktienempfehlungen zu geben, ist es höchste Zeit auszusteigen.“

Diese Aussagen folgen dem simplen Prinzip, je mehr Marktteilnehmer bullisch (Steigende Kurse) oder bärisch (fallend Kurse) sind, desto eher sollte man die Gegenseite favorisieren. Hast du schon mal was von antizyklischem handeln gehört oder was ich gern benutze, vom immer gegen den Strom schwimmen?

Wird es schon etwas klarer, worauf ich hinaus will? Lies einfach weiter!

Daraus kann man schlussfolgern, wenn keiner was von Aktien und Co wissen will, dann ist es an der Zeit seine Investments vorzubereiten. Und Wenn alle kaufen und kaufen und kaufen, dann sollte man den Markt genau beobachten um einen optimalen Verkaufszeitpunkt zu erwischen. Eins ist klar, den perfekten Zeitpunkt zum Einsteigen bzw. Aussteigen wirst du nur erwischen, wenn das Glück dir hold ist. Oder besser gesagt, das ist dann reiner Zufall.

Zu spät aussteigen tut halt immer mehr weh als zu spät einsteigen.

Mein Angsthasen-Sentiment-Indikator ist natürlich eher subjektiv und nicht zwingend hoch professionell. Ich finde ihn zur Veranschaulichung recht passabel.

Aber es geht natürlich noch deutlich professioneller: Darf ich vorstellen, der Euwax Sentiment Privatanleger-Index.

Der Euwax Sentiment Privatanleger-Index spiegelt das Verhalten beim Handeln der Privatanleger wider. Das Euwax Sentiment wird in Form eines Stimmungsindex gelistet und basiert auf sehr marktnahen Ordern von Privatanlegern in Optionsscheinen, Knock-Outs und Zertifikaten, denen die Basiswerte DAX, XDAX sowie die Kombinationen von DAX und XDAX als Korb zugrunde liegen. Er zeigt, ob Anleger eher auf einen steigenden oder fallenden DAX setzen. In die Berechnung fließen alle Orders in DAX-Hebelprodukte ein, die innerhalb von 60 Sekunden an der Börse Stuttgart eingestellt und ausgeführt werden. Ist der Wert des Index positiv, setzt die Mehrheit der Anleger auf einen steigenden Markt. Ein negativer Wert bedeutet hingegen, dass Anleger eher von fallenden Kursen ausgehen.

Je mehr Privatanleger, sich in eine Richtung positionieren, um so weniger können sich noch zusätzlich in diese Richtung positionieren und damit dem Index in die von ihnen erwartete Richtung zu treiben. Nehmen wir an, es gibt 1.000 Privatanleger und von denen sind schon 995 so positioniert sind, dass sie auf steigende Kurse setzen, weil sie denken, dass die Anlegen kaufen werden. Nun sind aber nur noch 5 Anleger übrig, die das bewerkstelligen sollen und von den Absichten der anderen 995 gar nichts wissen. Du ahnst es, das wird nichts.

Das Gegenteil wird eintreten, die Kursen werden fallen. Eine Faustregel könnte lauten, je stärker Euwax Sentiment Privatanleger-Index in eine Richtung ausschlägt, umso wahrscheinlicher ist die Bewegung vom DAX und die genau andere Richtung.

Kommst Du noch mit? Ich hoffe es, denn gleich klären wir die Frage, was der ganze Kram mit dir zu tun hat?

Zugegeben, der Euwax Sentiment Privatanleger-Index wird vielmehr von Tradern als von Langfristanlegern genutzt. Und du solltest jetzt nicht nur weil es diese Indikator gibt vom Langfristanleger zum Trader switchen.

Was du aber vom Euwax Sentiment Privatanleger-Index und von diesem BLOG Beitrag lernen kannst:

Die Masse der Privatanleger, die an den Börsen unterwegs sind, macht es falsch.

Die Masse der Privatanleger, die an den Börsen unterwegs sind, kauft bei hohen Kursen und verkauft bei fallenden Kursen.

Wenn du also von der jetzigen Situation profitieren willst, dann mach genau dass, was alle anderen nicht machen.

Wenn du die Regel vom Kauf bei fallenden bzw. niedrigen Kursen beherzigst, bringt das auch dir als Langfristanleger finanziellen Erfolg.

Jetzt kostenloses Beratungsgespräch buchen

Wenn das jetzt doch alles zu technisch für dich ist oder du eher ein emotional handelnder Mensch bist. dann hol dir eben einen Experten zur Hand. Lass es dir von ihm erklären. Finde mit ihm gemeinsam deine Risikobereitschaft heraus. Wenn die feststeht, dann beherzige sie auch und hüte dich vor dem berühmten Dollarzeichen in den Augen. Lass dich nicht von Gier lenken. Im Wort Langfristanleger kommen die Worte schneller Gewinn nicht vor. Und auf keinen Fall solltest du, nur um schnelle Gewinne einzufahren, auf deinen Notgrosschen zurückgreifen. Der ist für Notfälle da. Fallende Kurse sind keine Notfälle, aber Krankheit, Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit sind schon.

Ich wünsche dir Alles Gute und die nötige Coolness bei deinen Investments.