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In meiner Gespräche mit Kunden werde ich oft gefragt, ist die Unfallversicherung für mich besser oder soll ich doch lieber eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?

Ich habe mir angewöhnt nicht zu schnell zu antworten.

Denn am Ende des Tages muss sich jeder die Frage stellen, was er versichern will.

Lohnt der Vergleich bzw. kann man eine Unfallversicherung mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt vergleichen?

Die Experten Meinung kann nur lauten:

Schauen wir es uns gemeinsam an!

 

Hast du nun den größten Nutzen aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder aus einer privaten Unfallversicherung?

Um das zu entscheiden, musst du selbst entscheiden bzw. du musst wissen, was du überhaupt absichern willst.

Wenn es für dich oberste Priorität hat, deine monatlichen fixen Kosten und deinen Konsum abzusichern, dann solltest du auf jeden Fall eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.

Warum ist das so:

Deine Berufsunfähigkeitsversicherung hat den Bezug auf deinen Beruf. Wenn du also deinem Beruf auf Grund von Krankheit, Verletzung, Kräfteverfall oder Unfall nicht mehr nachgehen kannst, also kein Einkommen mehr erzielen kannst, um eben diese Kosten zu decken, springt die Berufsunfähigkeitsversicherung ein und zahlt dir eine Rente. Es genügt, wenn du deine Arbeitskraft zu 50% eingebüßt hast.

Und wenn du bei Abschluss keine Fehler gemacht hast, hast du dein komplettes Nettoeinkommen abgesichert und musst dich finanziell nicht einschränken.

Es kann sogar sinnvoll sein etwas mehr als das Nettoeinkommen abzusichern. Denn wenn du nur berufsunfähig bist, also keine Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhältst, fließen ab diesem Tag auch keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung. Damit ist ein großer Teil deiner Altersente gefährdet. Und wenn du mit 40 Jahren berufsunfähig wirst, ist das letzte was dir wichtig sein wird, deine Altersrente. Sprich du wirst sicher nicht deinen Konsum einschränken nur um deine Altersrente zu finanzieren.

Es kann auch sein, dass du auf deine BU Rente Steuern zahlen musst. Hast eine BU Absicherung über die zweite Schicht der Altersvorsorge abgeschlossen. Musst du das bei der BU Rentenhöhe berücksichtigen. Tust du das nicht, geht ein Teil der BU Rente für die Steuer drauf.

Hier spricht / schreibt ein Vermögensberater mit langerjähriger Praxiserfahrung und leider viel zu vielen Kunden die berufsunfähig sind.

Eine private Unfallversicherung hingegen hat keinerlei Bezug zu deinem Job. Sie leistet nur wenn der Unfall die Ursache ist UND wenn eine dauerhafte Invalidität vorhanden ist. Damit deckst du ca. 10 bis 20 Prozent aller Fälle ab. Oder realistischer ausgedrückt, für den Fall der Berufsunfähigkeit, bei der kein Unfall die Ursache ist, also für rund 80 bis 90 Prozent alle Fälle, gehst du leer aus, bist du finanziell ruiniert.

Es ist außerdem überaus schwierig die Versicherungssumme festzulegen. Du erhältst erst bei 100% Invalidität die volle Summe. Nun bist du vielleicht aber schon mit 30% nicht mehr in der Lage ein Einkommen zu erzielen. Die dann ausbezahlt Summe reicht vielleicht 2 bis 3 Jahre, wenn du davon nichts für andere Maßnahmen aufwenden musst.

Ein Berufsunfähigkeitsversicherung leistet, wenn du wegen Krankheit, Körperverletzung,

Kräfteverfall oder Unfall nur noch zur Hälfte arbeiten kannst. Sie deckt also ein breiteres Spektrum an.

 

Dein Einkommen sichert nur die Berufsunfähigkeitsversicherung ab!

Bei der Absicherung von Ausgaben und Konsum, also aller laufenden Kosten stellt sich also die Frage, ob eine Unfallversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung das sinnvoll abdecken kann.

Die Antwort muss lauten: das kann nur die Berufsunfähigkeitsversicherung!

Wenn diese zu teuer ist oder Vorerkrankungen dir da einen Strich durch die Rechnung machen, gibt es noch die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die Grundfähigkeitsversicherung, der die Multi-Risk Versicherung.

All diese Versicherungen sind auf jeden Fall zur Einkommensabsicherung die bessere Alternative als eine private Unfallversicherung.

 

 

In welchem Fall, macht denn dann die Unfallversicherung das Rennen?

Eine private Unfallversicherung gewinnt, wenn du die finanziellen Folgen eines Unfalls absichern willst.

Alle 10 bis 12 Jahre einen Blindenführerhund in Wert von 30.000€. Das Kapital muss erstmal angespart werden.

Ein ganzes Haus behindertengerecht umzubauen, kannst du nicht aus den laufenden Kosten finanzieren? Oder noch schlimmer, du wohnst zur Miete und ein behindertengerechter Umbau ist nicht möglich. Also kommt nur ein Neubau in Frage. Und zack, schon sind mehrere hunderttausend Euro verbraucht.

Dein Auto muss behindertengerecht nachgerüstet werden.

All diese Dinge kosten zusätzlich Geld. Das ist mit einer Berufsunfähigkeitsrente nicht zu bewerkstelligen. Auch dann nicht, wenn du bei der Antragstellung alles richtig gemacht hast und das komplette Netto abgesichert hast. Du musst dich nur fragen, ob du es heute mit deinem Nettoeinkommen ohne Einschränkungen und Abstriche finanzieren könntest.

Nein, dann solltest Du eine Unfallversicherung abschliessen.

Eine Unfallversicherung schüttet dir einen großen Batzen Geld aus, um zusätzliche Kosten stemmen zu können. Und glaub mir, der Handwerker hat viel eher Termine frei, wenn er seine Rechnung in einer Summe anstatt in monatlichen Raten erhält.

Aber auch bei einer Unfallversicherung darfst du bei Antragsstellung keine Fehler machen.

Ich kann hier nur auf meinen vorangegangenen Blog Artikel verweisen und auf das Montagsvideo auf meinem YouTubeKanal Langenlonsheimer Vermögensberatung verweisen.

 

Und, wer hätte es gedacht, Ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Unfallversicherung besser ist, ist nicht so einfach zu beantworten, aber nicht unlösbar.

Zusammenfassend lässt sich sagen, sowohl die BU als auch die Unfallversicherung sind wichtig. Optimalerweise solltest du auch beides haben.

Denn die private Unfallversicherung deckt die zusätzlichen Kosten nach einem schweren Unfall ab, während die Berufsunfähigkeit die regelmäßigen Einnahmen und damit deinen Lebensunterhalt sicherstellt.

Hier gibt es weitere Infos zur Berufsunfähigkeitsversicherung und zur Grundfähigkeitsversicherung.