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Nur 43 Prozent aller Hausbesitzer in Deutschland haben ihr Hab und Gut gegen Hochwasserschäden und weitere Elementargefahren abgesichert. Doch es gibt erhebliche Unterschiede bei den einzelnen Bundesländern.

So schreibt der Onlinedienst „Versicherungsbote“

Ok, gehen wir es durch. Was sind den Elementarschäden?

Elementargefahren sind Naturgefahren wie Hochwasser, Starkregen, Erdrutsch, Lawinen, Vulkanausbruch, Erdbeben.

Diese „Naturgefahren“ sind in einer normalen Wohngebäudeversicherung nicht abgedeckt.

Diese können zusätzlich gegen Mehrbeitrag eingeschlossen werden.

Dabei erhöht sich der zu zahlende Beitrag um 20, 25 bis teilweise 35% und mehr!!

Ein Versicherungsunternehmen kalkuliert die Prämien für Versicherungen, nach der Wahrscheinlichkeit, Häufigkeit und der Schadenhöhe. Das bedeutet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, kommt es oft vor und ist der zu erwartende Schaden deutlich erhöht, fällt der zu zahlende Beitrag auch deutlich höher aus.

Deshalb kostet eine Handyversicherung auch nur rund 60€. Der maximale Schaden ist hier der Neupreis des Handys.

In den letzten 10 Jahren haben die Elementarschäden überproportional zugenommen. Die Schadenhöhe ist ebenfalls drastisch gestiegen. Das erklärt also den Beitragsanstieg von weit über 20%.

Bist Du Hausbesitzer? Was ist Deine Immobile wert? 200.000€, 300.000€ oder noch mehr?

Ist Dein Haus gegen Elementarschäden versichert? Nein, kannst Du einen Überschwemmung-Schaden von 30.000€, 70.000€ oder mehr auffangen, ohne finanziell ruiniert zu sein?

Was hat Dein Auto gekostet? Hast Du es Vollkasko versichert?

Was hat Dein Handy gekostet? Hast Du eine Handyversicherung?

Was kostet Dein Jahresurlaub? Schließt Du dafür eine Reisrücktrittversicherung ab?

Versteh mich bitte nicht falsch! Ich will mit meiner etwas provokanten Schreibweise nur zu Nachdenken anregen. Am Ende des Tages triffst Du die Entscheidung.

„ZÜRS Geo” – Zonie­rungs­sys­tem für Über­schwem­mungs­ri­siko und Ein­schät­zung von Umwelt­ri­si­ken

Um das Risiko für die jeweilige Region einschätzen zu können, haben die deutschen Versicherer ein Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen „ZÜRS Geo“ entwickelt. Mit dem System können darüber hinaus auch Umweltrisiken eingeschätzt werden.

Überschwemmungsrisiko richtig kalkulieren

ZÜRS Geo hilft den Versicherern bei der Beantwortung der Frage, welches Gebäude in welchem Ausmaß hochwassergefährdet ist. Diese Information hilft Ihnen bei der Kalkulation des Versicherungsbeitrags der Elementarschadenversicherung. In das System wurden insgesamt über 21 Millionen Adressen eingespeist. Je nachdem wie hoch das Überschwemmungsrisiko ist, wird jede Adresse einer der vier Gefährdungsklassen zugeordnet:

GK1: nach gegenwärtiger Datenlage nicht von Hochwasser größerer Gewässer betroffen

GK2: Hochwasser seltener als 1x in 100 Jahren, insbesondere Flächen, die bei einem sogenannten extremen Hochwasser ebenfalls überflutet sein können.

GK3: Hochwasser 1x in 10 bis 100 Jahren

GK4: Hochwasser 1x in 10 Jahren

In ZÜRS sind 21,4 Millionen Adresse berücksichtigt. Dabei entfallen auf GK1 91,2%, GK2 7,1%, GK3 1,1% und GK4 0,6%.